Kuffern

Lage

Größe: 5,18 km²
Einwohner: 335
Häuser: 111
Seehöhe: 300 m

Der Ort liegt am Fuße des Fohrerberges, in einer von Feldmarken und Weinbergen gebildeten, geschützten Talmulde, in einer ländlich schönen Gegend, unweit der Landesstraße, die von Herzogenburg nach Krems führt.
Auf heutigem Kufferner Gebiet bestanden auch die im 16. Jahrhundert abgekommenen (aufgegebenen) Orte Dörflein (östlich, Ri. Rotes Kreuz) und Niedern Dörflein oder auch Eginindorf genannt (westlich, Ri. Fladnitz).

Geschichte des Ortes

Erste urkundliche Erwähnung 1075/91, freier Edelsitz mit einer Burg und Grundbesitz. Im 16. Jahrhundert finden wir außerdem ein Amt Kuffern mit einem eigenen Landgericht, 1576 erwarb Helmhard Jörger beides und zog das Landgericht nach Walpersdorf. Die Kirche ist sehr alt und hatte früher einen eigenen Pfarrer. Während der Reformation wurde protestantischer Gottesdienst gehalten. Die Pfarre wurde dann nicht mehr besetzt, kam zu Göttweig, später zu Inzersdorf, im Jahre 1784 zur Pfarre Statzendorf. Im Jahr 1851 Vereinigung mit der Gemeinde Statzendorf, es bestand auch eine Schule, die 1860 aufgelassen und mit der Pfarrschule Statzendorf vereinigt wurde. Durch Kriegshandlungen am Ende des 2. Weltkrieges im Jahre 1945 wurden viele Häuser zerstört. Die Kirche blieb erhalten. In den letzten Jahren haben sich einige Klein- und Mittelbetriebe angesiedelt.

Kirche

Filialkirche Heiliger Pankraz, Kapelle, Sakristei und Turm 14. Jahrhundert mit Kreuzrippengewölbe. Langhausumbau 17. Jahrhundert, flache Decke. Westturm von Dachhöhe an achteckig, barocker Helm. Sitzende Marienfigur um 15. Jahrhundert. Bilder heilige Monika, heiliger Florian, zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts. Derber romanischer Taufstein.

Funde

An der Straße nach Statzendorf germanisches Reitergrab (Auxiliar) des 4. Jahrhunderts, aufgedeckt von J. Bayer. Im Jahre 1891 wurde aus einem Kriegergrab in der Flur Bauernfeld die Situla = keltischer Weineimer aus Bronze (475-425 v. Chr.) gefunden. An der Straße nach Statzendorf 2 Steinplattengräber des 4. Jahrhunderts, ebenso in den Weingärten nördlich von Kuffern einige spätrömische Gräber.