Statzendorf

Lage

An der verkehrsreichen Landesstraße St. Pölten - Krems, unweit des Fladnitzbaches, liegt
der Ort Statzendorf. Östlich erhebt sich der 383 m hohe Schauerberg.

Geschichte des Ortes

Das Amt Statzendorf war einst ein landesfürstliches Lehen. Es gehörte Ende des 16.
Jahrhunderts dem Bernhard Jörger, der es im Jahre 1592 seinem Bruder Helmhard Jörger
zu Walpersdorf übertrug. Die selbständige Pfarre besteht seit 1784, sie ist dem
Chorherrenstifte Herzogenburg inkorporiert. Landesgericht, Orts-, Grund- und
Konskriptionsobrigkeit ging im Jahre 1836 an die Herrschaft Walpersdorf.

Pfarrkirche

Geweiht dem heiligen Markus. Sie liegt auf einer kleinen Anhöhe, ist von alter Bauart,
einschiffig, mit viereckigem, massivem Turm. Flach gedecktes Langhaus. In der
nordöstlichen Ecke des Langschiffes befindet sich der „Steinerne Laib Brot“. (Sage).
Kirchenumbau wahrscheinlich 1855, Renovierung im Jahre 1965, vom Stifte Herzogenburg
1796 erbauter Pfarrhof.

Funde

Beim Nordausgang von Statzendorf Funde aus der jüngeren Steinzeit (Steinkeil,
Hirschgeweih u.a.). Aufdeckung eines Gräberfeldes der so genannten Hallstattperiode
(Erste Eisen-zeit 1000 - 400 v. Chr.) durch Dr. Josef Bayer und Generalabt Dungel von
Göttweig in den Jahren 1903 bis 1908 (ungefähr 400 Gräber, größtenteils Brandgräber mit
reich verzierten Urnen, Schalen, Schüsseln und allerlei Beigaben).